Inhorgenta 2025: Tutimas neues Kapitel
Auf der Inhorgenta München im Februar 2025 bog ein Tutima-Uhrmacher eine Breguet-Spirale von Hand an einer Werkbank auf der Messefläche. Hinter ihm: ein neues Unternehmen, eine neue Führung und fünf neue Modelle.
Auf der Inhorgenta München im Februar 2025 fanden Besucher am Tutima-Stand einen Uhrmacher — Herrn Kuge — an einer Werkbank auf der Messefläche. Unter der Lupe bog er eine Breguet-Spirale von Hand. Keine Aufnahme, kein Bildschirm. Die tatsächliche Arbeit, vor Ort ausgeführt.
Hinter der Werkbank eine neue Struktur. Die Tutima Glashütte GmbH & Co. KG ist jetzt ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Glashütte, geführt von Matthias Stotz. Ein Erweiterungsbau an der Altenberger Straße ist in Planung, Fertigstellung 2027, um die Kapazität der Manufaktur über ihre bisherigen Grenzen hinaus zu erweitern.
Am Stand waren fünf neue Referenzen zu sehen. In der Patria-Linie: die Ref.-6612-Titan-Serie, die erstmals Titan Grad 5 mit dem Cal. 617 verbindet. Der Mara Safari Chronograph: 250 nummerierte Exemplare in Titan, zugunsten des Mara Elephant Project. Eine aktualisierte M2 Seven Seas S mit neuem FKM-Kautschukband, 40-mm-Gehäuse, 50 Atmosphären Wasserdichtigkeit, 2,5-mm-Saphirglas und Cal. 330. Sowie die Lady Sky, Ref. 6705-08: eine 34-mm-Uhr mit salbeigrünem Zifferblatt im Asanoha-Blattmuster, Cal. 335, 41 Stunden Gangreserve, Edelstahlband, zum Preis von 2.200 €.
Auch die Partnerschaften waren präsent. Tutima bleibt Official Timekeeper der Kieler Woche — eine Rolle, die seit zwei Jahrzehnten besteht — und der Hamburg Open, des ATP-500-Turniers. Die Marke unterstützt die Nationalmannschaften des Deutschen Aero Club im Motorflug und hat 2006 gemeinsam mit dem Kunstflugpiloten Sean D. Tucker die Academy of Aviation Safety in King City, Kalifornien, gegründet. Das Tutima Sailing Team, eine 15-köpfige Frauencrew, gewann 2023 die ORC-Weltmeisterschaft in der Corinthian-Klasse.
Tutima baut seit 1927 ununterbrochen Uhren — in Familienbesitz, unabhängig, mit Standorten in Glashütte und Ganderkesee. Die Erweiterung ist kein Richtungswechsel. Es ist dieselbe Überzeugung, die mehr Platz braucht.